Traditionell wird Johanniskraut äußerlich angewendet, um oberflächliche Verbrennungen, Hautirritationen und -wunden oder Insektenstiche zu lindern.
Johanniskrautpräparate werden oral eingenommen und dienen zur Behandlung vorübergehender depressiver Zustände.
Die Wirkung von Johanniskraut auf depressive Symptome wurde durch mehr als dreißig placebokontrollierte Studien mit über 4.000 Patienten bestätigt. Die Ergebnisse dieser Studien zeigten, dass Johanniskraut-Extrakte bei leichten bis mittelschweren depressiven Zuständen ebenso wirksam waren wie Medikamente gegen Depressionen (klassische synthetische Antidepressiva). Hingegen scheint Johanniskraut nicht wirksam genug zu sein, um mittelschwere bis schwere depressive Zustände dauerhaft zu lindern. In diesen Studien betrug die Behandlungsdauer vier bis acht Wochen. Es handelte sich also um vorübergehende depressive Episoden und nicht um eine anhaltende Depression.
Die Ergebnisse dieser klinischen Studien waren so überzeugend, dass die Gesundheitsbehörden mehrerer Länder (WHO, Kommission E, ESCOP, NIH), darunter auch Frankreich, bereit waren, Produkte auf Johanniskrautbasis zur Behandlung von vorübergehenden, leichten bis mittelschweren Depressionen als Arzneimittel anzuerkennen. Johanniskraut ist die einzige Pflanze, deren Anwendung für diese Indikation anerkannt ist.
Wirkungen von Johanniskraut (bei innerlicher Anwendung):
- Behandlung von psychosomatischen Störungen, Depressionen, saisonalen depressiven Zuständen, Angstzuständen und nervöser Unruhe; ;
- Es verbessert zudem die Schlafqualität und hilft bei der Bekämpfung von Schlaflosigkeit;
- Es hilft, Stress abzubauen;
- Kann zur Linderung von Zwangsstörungen eingesetzt werden;
- Linderung von Symptomen im Zusammenhang mit den Wechseljahren und dem prämenstruellen Syndrom, wie Hitzewallungen und Herzklopfen.
Bei der Behandlung einer leichten Depression dauert es zwei bis vier Wochen, bis die Wirkung von Johanniskraut spürbar wird.
Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät schwangeren und stillenden Frauen von der Anwendung ab.
Transplantierte Patienten sollten es in keiner Form zu sich nehmen.
Was Kinder betrifft, wird von der Einnahme von Johanniskraut bei Kindern unter 6 Jahren abgeraten, und bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren muss die Dosierung unbedingt angepasst und von einem Arzt genehmigt werden.
Johanniskraut darf auch nicht von Menschen eingenommen werden, die an einer bipolaren Störung leiden.
Die Pflanze kann zudem Allergien auslösen und ist photosensibilisierend. Daher sollte man sich nicht der Sonne (oder den UV-Strahlen in Solarien) aussetzen, wenn man sie eingenommen oder auf die Haut aufgetragen hat.
Patienten mit Selbstmordgedanken sollten die Einnahme von Johanniskraut vermeiden.
Vermeiden Sie die Einnahme von Johanniskraut vor einer Operation (es besteht die Gefahr, dass die Wirkung des Narkosemittels beeinträchtigt wird).
Die oral eingenommenen Wirkstoffe der Pflanze können tatsächlich Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten eingehen. Etwa 70 Substanzen oder Substanzgruppen gehen Wechselwirkungen mit Johanniskraut ein!
Hier sind die wichtigsten:
– Antidepressiva; ;
– Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen; ;
– Die Antibabypille; ;
– Triptane (Migränemedikamente); ;
– Antikoagulanzien; ;
– Bestimmte entzündungshemmende Medikamente; ;
Johanniskraut geht zudem Wechselwirkungen mit bestimmten Pflanzen ein: Ginkgo, Passionsblume, Baldrian usw.
Es gilt folgende Regel: Wenn Sie irgendein Medikament, ein pflanzliches Präparat oder ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen, bevor Sie ein Produkt auf Johanniskrautbasis einnehmen.
Inhalt : 90 Kapseln à 215 mg
Zutaten : Johanniskraut (Hypericum perforatum), blühende Triebe aus biologischem Anbau: 215 mg
Kapsel pflanzlichen Ursprungs.
Dosierung: 3 Kapseln täglich
Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung einnehmen. Die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Vor Hitze schützen.

